Die Geschichte des WingTsun

Wing Tsun bedeutet übersetzt: "Schöner Frühling“ – die Geschichte einer faszinierenden Kampfkunst

Kaum eine andere Entstehungsgeschichte zieht die Kampfkünstler so in den Bann, wie die des WingTsun-Kung-Fu. Kein Wunder, ist diese Kampfkunst doch eine von ganz wenigen, die ihre Ursprünge auf Frauen zurückführt. Dass die Erzählungen über die Stilbegründerin Ng Mui und ihre Schülerin Yim WingTsun historischen Fakten entsprechen, ist seit langem durch intensive Nachforschungen – vor allem durch GM Leung Ting – widerlegt. Geschichtlich nachweisbare Personen und Ereignisse vermischen sich mit traditionellen Überlieferungen, politischer Agitation und asiatischem Symbolismus. Das mindert aber keineswegs die Faszination, die der Legende eigen ist. Die Aussagekraft von Mythen hängt grundsätzlich nicht von ihrer historischen Authentizität ab.

Die bekannteste Legende ist folgende:

Vor mehr als 300 Jahren lebte eine buddhistische Nonne, die von den Shaolin Mönchen KungFu erlernt hatte.

Lange Zeit überlegte Ng Mui, wie sie eine neue Kampfkunst entwickeln könnte, die auch einen schwächeren Menschen befähigen würde, einen in klassischen Kampfkünsten Trainierten zu besiegen.

Die Legende sagt, dass sie die entscheidende Inspiration hatte, als sie einen Kampf zwischen einem Kranich und einem Fuchs beobachten konnte. Der Fuchs lief um den Kranich herum, in der Hoffnung, einen tödlichen Angriff gegen dessen ungeschützte Flanke anbringen zu können. Der Kranich drehte sich stets so, dass seine Brustseite unverwandt dem Fuchs zugewandt war. Jedes Mal, wenn der Fuchs dem Kranich zu nahe kam und ihn etwa mit einer Pfote angreifen wollte, wehrte der Kranich mit einem Flügel ab und führte gleichzeitig einen Gegenangriff mit seinem Schnabel. Während der Kranich also mit den Schwingen abwehrte und mit dem Schnabel konterte, verließ sich der listige Fuchs auf die Schnelligkeit seiner Beine und auf Überraschungsangriffe.

Wie dieser Kampf endete war nicht von Bedeutung. Ng Mui aber entwickelte aus den daraus gewonnenen Ideen ein neues Kampfkunstsystem.

Wie kamen aber NgMui und Yim WingTsun , die Namensgeberin, zusammen?

Yim Wing Tsun konnte sich damals nicht gegen einen üblen Schläger , der sie gegen ihren Willen unbedingt heiraten wollte,  wehren. Sie floh vor dem Schläger, traf Ng Mui und lernte von ihr zu kämpfen.
Dann stellte Sie sich ihrem Verfolger zum Kampf und besiegte ihn.
Yim Wing Tsun heiratete  danach ihren Verlobten und lehrte ihn und auch andere Menschen diese Kampfkunst, die somit nach ihr benannt wurde.